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Unterwegs mit Gott - Pilgerwanderung nach Maria Kirchental

Bei schönstem Spätsommerwetter beging die Pfarrei Piding ihre traditionelle Wallfahrt nach Maria Kirchental, seit dem Vorjahr als „Pilgerwanderung“ konzipiert.
Gläubige aus dem ganzen Pfarrverband trafen sich am Nachmittag vor der Pfarrkirche „Heiliger Martin von Tour“ in St. Martin bei Lofer.
Gemeindereferentin Marianne Aicher begrüßte alle Anwesenden und bedankte sich bei Karl Wimberger für die thematische Vorbereitung der Pilgerwanderung: Anhand von 3 Bibelstellen werde auf Abraham und das eigene Leben geschaut, erläuterte sie.
Der erste Text stammte aus dem Buch Genesis: „Der Herr sprach zu Abraham: Geh fort aus deinem Land, aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde ... ein Segen sollst du sein ... und sie kamen in das Land Kanaan.“ – Losziehen, einfach so? Welches Vertrauen hat Abraham, dass er einfach so aufbricht und alles zurücklässt? Wie geht es mir auf einem unbekannten Weg? Wer gibt mir Halt, wie kann ich ein Segen sein?
Die Pilger beteten gemeinsam, anschließend bat Marianne Aicher um einen Pilgersegen: „Herr, der du uns auf unserem Weg nach Maria Kirchental begleitest, segne unsere Wallfahrtsgruppe, jeden, der betet und singt“.
Im Anschluss folgten die Wallfahrer dem blumengeschmückten Kreuz in gemütlichem Tempo den Wanderweg durch den Wald hinauf zum „Pinzgauer Dom“.
Unterwegs im Wald wurde zur zweiten Station innegehalten: Gottes Verheißung an den noch kinderlosen Abraham. „Sieht doch zum Himmel hinauf und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst. So zahlreich werden deine Nachkommen sein. Und er glaubte dem Herrn.“ – Schaffe ich es auch, so auf Gott zu vertrauen?
Die dritte Station fand schon im Angesicht der imposanten Wallfahrtskirche statt, diesem 900 m hoch gelegenen Gnadenort zu Füßen der Loferer Steinberge. Während die Sonne langsam verschwand, hörten die Gläubigen vom Bund Gottes mit Abraham und beteten miteinander eine Litanei zu Jesus, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.
Den Abschluss der Wallfahrt bildete der Pilgergottesdienst, zelebriert von Pater Ludwig Laaber MSC.
Gegenstand seiner Predigt war Maria, die „Mutter der Kirche“. Sie, die trotz ihrer Erhabenheit keine „Göttin“ war, sondern aus menschlichem Geschlecht, war einen Weg gegangen, dessen Stationen immer schwerer wurden. Was ihr auch zugemutet wurde, durch ihr „Ja“ zu diesem Weg ist sie Beispiel geworden für uns alle, nicht zu verzweifeln. Die Botschaft ihres Lebens an uns war stets, „Tut was er euch sagt.“ Wir können immer auf Maria schauen und sie um Stärke bitten, wenn auch unser Weg schwer wird.
In den Fürbitten wurde dem genau an diesem Tag vor 2 Jahren verstorbenen Pidinger Pfarrer Josef Koller im Gebet gedacht.