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Stay & Pray - Höglwörth 2019

Der Mensch sieht, was vor Augen ist,
der Herr aber sieht das Herz.
(1 Sam 16,7)

Guter Gott, schenke mir einen Blick, der tiefer geht
als bis zur Oberfläche der Haut,
als bis zum Rücken einer Nase,
als bis zur Anzahl der Falten,
als bis zum Umfang des Bauches.
Schenke mir den Blick ins Innere, einen Blick für die Gaben:
den Humor, die Bescheidenheit, den Mut,
die Freundlichkeit, den Fleiß, die Ehrlichkeit,
die Güte, den Gerechtigkeitssinn, die Kreativität,
die Großzügigkeit, das Verständnis, die Kraft.
Darum bitte ich durch Jesus, meinen Bruder und Herrn.
Amen.

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Kommentierter Gottesdienst zur Firmvorbereitung – Motivation zur aktiven Beteiligung an der Messfeier

„Wer eucharistiefremd ist, der hat kaum Bezug zu dem was da vorne abläuft und es wird einem schnell langweilig“ mit dieser Betrachtung eröffnete Diakon Peter Walter am Sonntag den kommentierten Gottesdienst für die Firmlinge. Zu diesem besonderen Sonntagsgottesdienst in Anger und Piding waren vor allem die Firmlinge aus den Pfarreien Anger, Aufham und Piding eingeladen. Die einzelnen Bestandteile und Abläufe eines Gottesdienstes zu kommentieren und genauer zu erläutern, das was aber auch eine interessante Variante für die anderen Gläubigen und die sonntägliche Feier um Christi Leben, Sterben und seine Auferstehung wurde anschaulich betrachtet.
Peter Walter kam vor Beginn der Messfeier auf die Vorbereitungen zu sprechen und bat um rege Beteiligung am Gottesdienst. Dazu zitierte er den Heiligen Augustinus: „Wer singt betet zweimal“ und motivierte die Zuhörer zum Mitsingen und Mitbeten. „Zur Begrüßung gehört ein Kreuzzeichen, es ist das Erkennungszeichen von uns Christen“ führte der Diakon weiter aus. Im Kyrie wird um Verzeihung für Fehler gebetet. „Zur Römerzeit war der Ausdruck „Kyrie“ ein Gruß an den Kaiser in dem um Erbarmen gebeten wurde. Das haben die Christen so übernommen“ erklärte Peter Walter einen weiteren Abschnitt des Gottesdienstes. Im anschließenden „Gloria“ wird mit dem „Ehre sei Gott in der Höhe“ ein Lobpreis ausgesprochen. „Nach dem Tagesgebet kommt die Lesung. Diese kann uns stärken oder herausfordern“ führte der Diakon weiter aus. Pfarrer Ionel Anghel übernahm dann den nächsten Abschnitt der Erklärungen. „Es folgt das Evangelium, das bedeutet übersetzt gute Nachricht oder frohe Botschaft“ erklärte der Seelsorger bevor Peter Walter das Tagesevangelium verlas. „Nun folgt eigentlich die Predigt, die aber heute aufgrund der Kommentare während der Messe entfällt“ fügte Pfarrer Anghel an und leitete zum Glaubensbekenntnis und zu den Fürbitten über. „Im Glaubensbekenntnis ist das Wichtigste aus Jesu Leben zusammengefasst“, war die nächste Erläuterung. Mit der anschließenden Kollekte wurde an jene Gottesdienste erinnert, die die ersten Christen gefeiert haben. Denn damals wurde zu den Messfeiern immer Essen mitgebracht, um mit den armen Mitmenschen zu teilen. Heutzutage wird ein Teil der Kollekte weitergeleitet und kommt verschiedensten Aktionen zugute, ein Teil bleibt in der Pfarrei. Das Geld wird unter anderem für die Kirchenreinigung, für Blumenschmuck oder für die Anschaffung liturgischer Gegenstände verwendet. Mit der Eucharistiefeier beginnt ein neuer Teil der Messe. „Eucharistie bedeutet Mahl und Opfer zugleich. Jesus hat Mahl gehalten und wurde Opfer, weil er wusste dass er sein Leben für die Menschen hingeben würde“, so die nächste Erklärung. Wein und Wasser werden vor der Wandlung vermischt. Dieses Ritual steht für zwei Bedeutungen: Wein und Wasser sollen an das durchbohrte Herz Jesu erinnern, aus dem Blut und Wasser geflossen sind. Diese Handlung ist aber auch Zeichen für das Eins werden von Gottheit und Menschheit. Das „Vater unser“ wurde als ein Tischgebet für die Kommunion bezeichnet. Danach betete Pfarrer Ionel Anghel um den Frieden und brach dann die Hostie, diese stellt ein Symbol für Jesu Tod dar. Nach der Kommunion folgte ein abschließendes Lied, bevor der Priester den Segen spendete. „Segen bedeutet auch Stärkung“, waren die abschließenden motivierenden Worte nach einem sehr anschaulichen und nachhaltigen Sonntagsgottesdienst.

Bericht: Maria Horn

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2. Firmstunde: Gott

Wir versammeln uns um den Tisch, zünden die Gruppenkerze an und hören ein Gebet.

„Ein langer, möglicherweise hektischer Tag liegt hinter uns, die Firmstunde liegt jetzt vor uns. Lasst uns für einige Augenblicke schweigen, um auch innerlich hier anzukommen.

Herr, sei du in unserer Mitte und schenke uns zündende Ideen, die in uns etwas zum Brennen und zum Leuchten bringen – lass uns auf die Worte der anderen hören und ihre Meinung tolerieren – gib uns die Kraft, Begonnenes zu vollenden und manches einfach wachsen zu lassen – schenke uns viele Augenblicke der Freude!“

Jeder Firmling schreibt auf eine leere Karte, was ihm einfällt, wenn er das Wort „Gott“ hört:

Vertrauensperson – jemand, der in jeder Situation für dich da ist – Glauben – Christentum – Jesus – Frieden – Kirche – Beten ...

Anschließend erhält jeder Firmling einen Umschlag mit etwas 60 Begriffen zu Gott (Guter Hirte, Vater, Höchster, Gewissen, Licht, Kuschelgott, feste Burg, Ziel, Richter, der Ferne, Blitz und Donner, Feuer, Beobachter ...). Im Lauf der Stunde wird der Umschlag immer wieder zur Hand genommen und die Begriffe aussortiert, die für den jeweiligen Jugendlichen am wenigsten mit Gott zu tun haben.

Übrig bleiben am Ende: Licht, Befreier, Polizist, Baum, Gnädiger, Trost, Heiliger, Richter, Menschgewordener, Liebe, Beschützer, Herr, Wunderbarer, Vater, Allmächtiger, Guter Hirte ...

In einer „Schreibkommunikation“ machen wir uns Gedanken über „Gott – gibt es ihn? Und wenn ja, wie?“ Die Firmlinge schreiben Fragen, Antworten oder Bemerkungen auf ein großes Plakat.

Meiner Meinung nach gibt es ihn. Er ist bei Menschen, die seine Hilfe brauchen oder in schlechten Zeiten sind. Er ist aber auch bei denen, die glücklich sind. – Wie spüren wir seine Gegenwart? – Dass man sich z.B. wohl fühlt und allgemein ein gutes Gefühl bei der Sache hat.

Frieden – Frieden wo? – In Ländern wo Krieg herrscht! – Überall!

Liebe – Liebt er uns oder wir ihn? – Vermute schon dass er uns liebt. Ob wir ihn lieben ist uns überlassen.

...

Kleine Leinwände, Farben und Pinsel werden verteilt und die Firmlinge sind eingeladen, ihr persönliches Bild von Gott zu malen.

Zum Abschluss spielen wir wieder ein paar Runden unseres Würfelspieles: Mit wem ich gerne einmal einen Tag verbringen würde – Wäre ich Lehrer, würde ich am liebsten – Mein Traumauto ...

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1. Firmstunde: Identität/beim Namen gerufen

Zu Beginn verzieren wir unsere Gruppenkerze, die in jeder Firmstunde brennen soll. Die Firmlinge schreiben mit rotem Wachsstift ihre Namen auf die Kerze.

Anschließend stellt sich jeder vor und wir machen ein paar Kennenlernspiele. Die Jugendlichen interviewen sich gegenseitig und stellen ihren „Interviewpartner“ dann der Gruppe vor, wir überlegen, was wir der Gruppe bei uns zuhause zeigen würden, wenn sie uns heute, jetzt besuchen käme.

Wir füllen gemeinsam ein Plakat mit verschiedenen Fragen aus:

Was mich interessiert: meine Freude, Traktorfahren

Was mich nicht interessiert: Autos, Latein, Geschichte

Was mich freut: Freunde und Familie sehen

Was mich ärgert: Mathe, Deutsch, Englisch

Meine starken Seiten: hilfsbereit, freundlich

Meine schwachen Seiten: sehen

Was mich trägt: Familie, Freunde, Netflix, Schlaf, Wochenende

Wir bilden Zweiergruppen, einer bekommt die Augen verbunden und wird von seinem Partner blind durch den Pfarrsaal geführt, allerdings nur durch Nennung des Namens, ohne Berührung. Nach der Übung sprechen wir über unsere Erfahrungen, was sich im Lauf der Aktion geändert hat, wie ich mich als Führender und als Geführter gefühlt habe und hören eine Bibelstelle: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich bei deinem Namen gerufen! (Jes 43, 1-7)

Wir sprechen über unsere eigenen Vornamen, evtl. Spitznamen, wie wir von Freunden oder Familie genannt werden und lesen über die Bedeutung oder Varianten nach.

Beispiel Martina: lateinisch, geht zurück auf den Namen des Kriegsgottes Mars, skandinavisch Marten

Beispiel Judith: hebräisch, Jüdin oder Frau aus Jehud, alte Namensform Jehudith

Zum Abschluss spielen wir ein Würfelspiel, bei dem man Fragen beantworten muss, wenn man das jeweilige Feld erreicht: Was ich an mir besonders gut finde – Heute habe ich mich geärgert über – Meine Lieblingsmusik ist – Ich beneide – Was mich am meisten nervt ...

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Terminübersicht Firmung 2019

Lieber Firmling, nach dem Auftakt Gottesdienst (bitte in der Kirche warten!) bekommst du Infos: wann, wo und mit wem du dich in Gruppenstunden zur Firmvorbereitung triffst.

Lb. Firmling, lb. Eltern und Paten, für die Zeit der Firmvorbereitung ist eine Teilnahme an den Sonntagsgottesdiensten erwünscht.

8.12 um 19 Uhr in Anger -  Auftakt Gottesdienst zur Firmvorbereitung

9.12. um 10 Uhr in Piding - Auftakt Gottesdienst zur Firmvorbereitung

12.12. um 19 Uhr in Anger – Buß Gottesdienst (für Firmlinge, Eltern und Paten)

14.12. um 19 Uhr in Piding – Buß Gottesdienst (für Firmlinge, Eltern und Paten)

24.12. Christmette um 23 Uhr in Anger - um 20 Uhr in Aufham - um 22.30 Uhr in Piding

Lebens- und Glaubenswelt junger Gefangener (mit Diakon Alfred Stadler)

11.1.2019 um 15 Uhr im Pfarrheim Piding für Firmlinge aus Anger/Aufham

18.1.2019 um 14.30 Uhr (geändert) im Pfarrheim Piding für Firmlinge aus Piding

10.2. um 8.30 in Anger - kommentierter Gottesdienst (Erklärungsgottesdienst)

10.2. um 10 Uhr in Piding - kommentierter Gottesdienst (Erklärungsgottesdienst)

24.2. um 18 Uhr in Höglwörth - Stay& Pray

6.3.  Aschermittwoch - Gottesdienst zum Beginn der Fastenzeit - (siehe Kirchenanzeiger)

16.3. von 9 -12 Uhr im Pfarrheim Piding – Gemeinschaftstag für Firmlinge Anger/Aufham

23.3. von 9 -12 Uhr im Pfarrheim Piding – Gemeinschaftstag für Firmlinge aus Piding

31.3. um 19 Uhr Taizegebet in Höglwörth für alle Firmlinge im Pfarrverband

2.4. im Pfarrsaal Piding - Abend (nur) für alle Firmpaten aus Piding

3.4. im Pfarrsaal Piding - Abend (nur) für alle Firmpaten aus Anger und Aufham

(Uhrzeit wird noch bekannt gegeben)

9.4. um 19 Uhr in der Pfarrkirche in Anger – Vortrag zum Thema „Versöhnung

für alle Firmlinge, Eltern und Paten

 

12.4. Jugendkreuzweg um 19 Uhr in Anger für alle Firmlinge 

 

14.4. Palmsonntag - 18.4. Gründonnerstag - 19.4. Karfreitag - 20.4. Ostern                                    

(siehe Kirchenanzeiger)

3.5. um 17 Uhr Abend der Barmherzigkeit in der Pfarrkirche in Anger mit Beichte bei mehreren Priestern für ALLE Firmlinge (Eltern, Paten sind auch willkommen)

21.5. um 17 Uhr - Probe für die Firmlinge aus Anger/Aufham in der Kirche in Anger

22.5. um 9.30 Uhr Firmung in Anger

24.5. um 17 Uhr - Probe für die Firmlinge aus Piding in der Kirche in Piding

25.5. um 14.30 Uhr Firmung in Piding

Dankgottesdienst für das Sakrament der Firmung und Überreichung der Firmurkunden

28.9. um 19 Uhr in Anger - 28.9. um 17.00 Uhr in Mauthausen

Wir wünschen euch, dass ihr die Zeit der Firmvorbereitung als eine segensreiche Zeit erfahren dürft und im Herzen spürt, dass Gott dort wohnt, wo man ihn einlässt.

Pfarrer Ionel Anghel, Gemeindereferentin Marianne Aicher und Diakon Peter Walter

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Firmauftakt in Piding

Am 2. Adventssonntag waren alle Pidinger Firmlinge mit ihren Familien und Paten in die Pfarrkirche eingeladen zum sog. „Auftaktgottesdienst“ zur Firmvorbereitung.

Dicht gedrängt saßen die über 50 Jugendlichen in den vordersten Bänken, die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Pfarrer Ionel Anghel und Diakon Peter Walter mit zahlreichen Ministranten ins Gotteshaus einzogen. Die musikalische Gestaltung hatte der Chor „MundArt“ aus Saaldorf/Surheim übernommen. Mit ihren schönen Gesängen unterstrichen sie den feierlichen Anlass.

Pfarrer Anghel begrüßte alle Gläubigen und besonders die Firmlinge, bevor nach der Lesung aus dem Buch Baruch („Leg ab, Jerusalem, das Kleid deiner Trauer und deines Elends und bekleide dich mit dem Schmuck der Herrlichkeit, die Gott dir für immer verleiht!“) Diakon Walter das Evangelium nach Lukas verkündete: „Bereitet den Weg des Herrn! ... Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen!“

In seiner Predigt sprach Pfarrer Anghel zunächst darüber, dass heute so viele Leute in den Gottesdienst gekommen seien, alle Generationen seien vertreten, er würde sich wünschen, öfters dieses sichtbare Zeichen für die Familie Gottes erleben zu dürfen.

Anschließend erläuterte er, dass die liturgische Farbe im Advent violett ist, genau wie bei Beerdigungen oder in der Fastenzeit. In der Fastenzeit denkt man an das Opfer Jesu, der aus Liebe zu uns Menschen ans Kreuz gegangen ist, auf einer Beerdigung an den Verstorbenen, der in Zukunft fehlen wird – alles Zeiten, die zum tieferen Nachdenken anregen über uns, unser Leben, Gott. Auch im Advent ist das so: Man denkt nach über den, der da an Weihnachten zu uns kommt, wie er zu uns kommt und kann im Blick auf das Kleine Gott anerkennen, der sich auch klein gemacht hat. Advent – Umdenken, Umkehr – einmal stehen bleiben, reflektieren, nachdenken, ob das eigenen Leben in die richtige Richtung geht. Dann wurde der Bogen zur Firmvorbereitung gespannt: Die Firmlinge müssen lernen, das Wort Gottes auf sich zu beziehen. Das schöne Gewand, das man zur Firmung anlegt, ist nur eine Äußerlichkeit. Auch das Innere muss glänzen und dieser innere Glanz kommt aus dem Herzen. Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, all das bedeutet, den Schmuck der Herrlichkeit Gottes anzuziehen, wie es in der Lesung vorgetragen worden war.

Die 12 Firmhelfer der Pfarrei sind Steffi Aschauer, Barbara Enzinger, Katrin Flatscher, Carolin Geiger, Christine Hinterseer, Peter Kleinert, Martina Maltan, Michaela Menges, Anne Pipietz, Birgit Richter, Karin Schlagberger und Judith Stöberl. Sie wurden nach vorne gerufen und stellten ihre jeweiligen Firmgruppen vor. Dann empfingen alle den Einzelsegen.

Auch in den Fürbitten wurde auf die Firmung eingegangen und besonders für die Firmbegleiter, Familien und Paten gebetet, die die Fimlinge in den kommenden Monaten begleiten werden, sowie für die Firmlinge selbst, dass sie in ihren Firmgruppen eine starke Gemeinschaft erleben dürfen und niemand an den Rand gedrängt wird.

Zur Kommunion gab Pfarrer Anghel den Firmlingen mit auf den Weg, dass der Herr sich nun in ihre Hände gebe und damit sein größtes Vertrauen schenke.

Am Ende des Gottesdienstes wurde die ganze Pfarrgemeinde in die Firmvorbereitung eingebunden: Es lagen Zettel auf mit einem Segensgebet und jeweils dem Namen eines  Firmlings. Wer einen solchen Zettel mitnahm, wurde gebeten, den jeweiligen Jugendlichen bis zur Firmung im Gebet zu begleiten.

Bericht: Judith Stöberl