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Pestkapelle

Im Jahre 1663 entstand eine Kapelle im Waldfriedhof von Anger, dem ursprünglichen Pestfriedhof. Diese Kapelle wurde 1867 erneuert, 1958 und 2010 renoviert. Die Pest war in Anger 1625, 1635, 1650/51 und 1714. Im Jahre 1714 fiel rund ein Sechstel der Bevölkerung der Pest zum Opfer. 31 Anwesen waren betroffen und davon mussten in nur sechs Monaten 91 Menschen ihr Leben lassen.

Als vor 300 Jahren das Gemeindegebiet von der Pest „befreit“ war, läuteten die Glocken der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt und man betete zu Hause den Rosenkranz.

Zum Gedenken an die Verstorbenen der Pestzeiten und in Erinnerung an das Ende dieser Epidemie läuten auch in unserer Zeit, immer am Allerseelentag um 5 Uhr, im Viertelstundentakt, eine Stunde lang, die Kirchenglocken.

Während der Zeit des Läutens wird seit einigen Jahren zum Rosenkranzgebet in die Pfarrkirche von Anger eingeladen.

Bild und Text: Ulli Traxl