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Karfreitag - Pfarrer Anghel

Karfreitag, 10.04.20 - beim klick auf den Titel öffnet sich ein druckbares pdf

15.00 Uhr – kein Glockengeläut

Feier vom Leiden und Sterben Christi in Piding – Seelsorgeteam

Vorbereitung daheim: Kerze; Kreuz; (Bibel)

Der Karfreitag erinnert uns daran, dass Jesus den Weg des Leidens bis in den Tod gegangen ist. Damit erlebt Jesus auch, was viele Menschen erleben, Leiden und Tod. Mit Jesu Leiden und Sterben beginnt aber auch unsere Auferstehungshoffnung. Diese Auferstehung ist nur möglich, weil Jesus Leid und Tod nicht ausgewichen ist. So wie eine Kerze nur dann Licht und Wärme spendet, wenn sie brennt, sich hingibt, so gab sich Jesus für uns am Kreuz hin, so folgen wir ihm in jeder liebenden Hingabe. Als Zeichen dafür entzünden wir die Kerze und halten kurz Stille.

Im Namen des Vaters ...

Gebet

Gott, das Kreuz Jesu Christi und die vielen Kreuze in dieser Welt sind schmerzhafte Herausforderung zum Handeln. Gib uns deine Kraft und den Mut, mit Worten und Taten, mit unseren kleinen Möglichkeiten dort einzutreten, wo Leben durchkreuzt wird durch Not und Tod. Darum bitten wir durch den, dessen Kreuz zum Zeichen des Heiles wurde, Jesus Christus, unseren Bruder und Herrn. Amen

Bibeltext: Johannes 19,16 – 42

Sie übernahmen Jesus. Und er selbst trug das Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte, die auf Hebräisch Gólgota heißt. Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte aber Jesus. Pilatus ließ auch eine Tafel anfertigen und oben am Kreuz befestigen; die Inschrift lautete: Jesus von Nazaret, der König der Juden. Diese Tafel lasen viele Juden, weil der Platz, wo Jesus gekreuzigt wurde, nahe bei der Stadt lag. Die Inschrift war hebräisch, lateinisch und griechisch abgefasst. Da sagten die Hohepriester der Juden zu Pilatus: Schreib nicht: Der König der Juden, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der König der Juden. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.

Nachdem die Soldaten Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen Teil, und dazu das Untergewand. Das Untergewand war aber ohne Naht von oben ganz durchgewoben. Da sagten sie zueinander: Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte sich das Schriftwort erfüllen: Sie verteilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand. Dies taten die Soldaten.

Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Mágdala. Als Jesus die Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zur Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

Danach, da Jesus wusste, dass nun alles vollbracht war, sagte er, damit sich die Schrift erfüllte: Mich dürstet. Ein Gefäß voll Essig stand da. Sie steckten einen Schwamm voll Essig auf einen Ysopzweig und hielten ihn an seinen Mund. Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist.

Weil Rüsttag war und die Körper während des Sabbats nicht am Kreuz bleiben sollten – dieser Sabbat war nämlich ein großer Feiertag –, baten die Juden Pilatus, man möge ihnen die Beine zerschlagen und sie dann abnehmen. Also kamen die Soldaten und zerschlugen dem ersten die Beine, dann dem andern, der mit ihm gekreuzigt worden war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite und sogleich floss Blut und Wasser heraus. Und der es gesehen hat, hat es bezeugt und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres sagt, damit auch ihr glaubt. Denn das ist geschehen, damit sich das Schriftwort erfüllte: Man soll an ihm kein Gebein zerbrechen. Und ein anderes Schriftwort sagt: Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.

Josef aus Arimathäa war ein Jünger Jesu, aber aus Furcht vor den Juden nur im Verborgenen. Er bat Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu dürfen, und Pilatus erlaubte es. Also kam er und nahm den Leichnam ab. Es kam auch Nikodémus, der früher einmal Jesus bei Nacht aufgesucht hatte. Er brachte eine Mischung aus Myrrhe und Aloë, etwa hundert Pfund. Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist. An dem Ort, wo man ihn gekreuzigt hatte, war ein Garten und in dem Garten war ein neues Grab, in dem noch niemand bestattet worden war. Wegen des Rüsttages der Juden und weil das Grab in der Nähe lag, setzten sie Jesus dort bei.

kurze Stille,

evtl. Lied GL 297 (Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du für uns gestorben bist. ...)

oder GL 532 (Christi Mutter stand mit Schmerzen bei dem Kreuz und weint‘ von Herzen ...)

Handlung - Kreuzverehrung

Wir haben unser Kreuz ganz bewusst einmal von der Wand abgenommen und in die Mitte des Tisches gelegt, um es anzuschauen. So stark hat Jesus und geliebt und liebt uns! Jeder darf reihum das Kreuz einmal in die Hand nehmen und Jesus sagen, was ihm wichtig ist, ein Dank, eine Bitte oder was Jesus für ihn bedeutet.

Gebet: Vater unser ... Gegrüßet sei Du Maria ... Ehre sei dem Vater ...

Abschluss: Gott, der Herr, segne uns. Er segne unsere Traurigkeit und wandle sie in Zuversicht. Er segne unsere Verzweiflung und wandle sie in Hoffnung. Er segne unse- re Mutlosigkeit und wandle sie in Stärke. Gott, der Herr, der so menschlich durch seinen Sohn Jesu Christus in dieser Welt war, segne uns auf unserm Weg hin zum Osterfest. Im Namen des Vaters ...